Simon Vestner

Simon Vestner im Interview

„Unternehmer sein verpflichtet“

Es geht weiter aufwärts mit dem Aufzugsunternehmen Vestner – sprichwörtlich. Der Familienbetrieb ist schon seit vielen Jahren in Dornach ansässig und kennt die Herausforderung, sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden immer attraktiv zu sein. Wir durften Geschäftsführer Simon Vestner befragen.

Erfahren Sie, was den sympathischen Unternehmer bewegt und warum er sich zum Standort Dornach bekennt.

 

ExpoGate Insights: Herr Vestner, Ihr Unternehmen hat Tradition. Seit über 80 Jahren
arbeiten und produzieren Sie auch in München, heute in Dornach. Was überzeugt
Sie an diesem Standort besonders?

Simon Vestner: Ein wichtiger Faktor ist für uns die Nähe zur Innenstadt und die gute Autobahnanbindung Richtung Süden, Osten und Norden. Die gute Erreichbarkeit ist vor allem für unsere Mitarbeiter wichtig, die aus dem gesamten oberbayerischen Raum kommen. Dornach liegt vor den Toren der Stadt – hier sind die Mieten bezahlbar. Trotzdem können wir die prestigeträchtige Telefonvorwahl 089 von München verwenden. Auch der niedrige Gewerbesteuer-Hebesatz ist ein starkes Argument für den Standort. Besonders hervorheben möchte ich, dass hier in Dornach eine persönlichere Atmosphäre herrscht als in München. Die Lokalpolitik ist sehr daran interessiert, dass Unternehmen vor Ort optimale Bedingungen vorfi nden. Ein solches Engagement ist selten. Vor allem für mittelständische Unternehmen wie uns ist das wichtig.

 

ExpoGate Insights: An welchen anderen Standorten sind Sie noch präsent?

Simon Vestner: In Deutschland haben wir weitere Standorte in Berlin, Leipzig, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart. Zudem sind wir in Frankreich, Österreich und in Neuseeland vertreten. Dornach, früher München, ist für uns nicht nur Heimat. Wir profi tieren hier sehr von der Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Zudem sind wichtige Partner ebenfalls vor Ort. Dies erleichtert unsere Arbeit ungemein.

 

ExpoGate Insights: Sie liefern Technik in hoher Qualität für Menschen. Was bedeutet für Sie und für Ihr Unternehmen der Begriff „Kundennähe“?

Simon Vestner: Wir wollen unsere Kunden bestens beraten, damit wir für sie den größten Nutzen durch unsere Produkte schaffen können. Dies ist bei erklärungs-bedürftigen Investitionsgütern wie Aufzügen nur durch persönliches Engagement machbar. Im Rahmen jeder technischen Weiterentwicklung steht für uns immer der Kunde im Mittelpunkt. Der Nutzen für den Kunden muss größer werden. Beste Qualität zu liefern, ist für uns selbstverständlich. Auch wenn doch einmal etwas nicht funktioniert, sind wir zur Stelle. Die Kunden erwarten zu Recht, dass alles klappt. Die Verfügbarkeit der Technik spielt heute eine größere Rolle als je zuvor.

 

ExpoGate Insights: Ihr Unternehmen setzt sich erfolgreich gegen die Großen der Welt durch, gegen Thyssen Aufzüge, Otis, Kone und Schindler. Wie schaffen Sie das?

Simon Vestner: Wir legen als Familienunternehmen traditionell sehr viel Wert auf die Unternehmenskultur sowie eine exzellente Ausbildung und interne Weiterentwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter. Wir pfl egen von je her eine große Kundennähe, indem wir unseren Kunden gut zuhören, um besser zu verstehen, welche Lösungen sie benötigen. Unsere Kunden fi nden bei uns immer ihren persönlichen Ansprechpartner, dem sie vertrauen. Das ist ganz wichtig.

Und wir sind immer wieder mit innovativen, hochqualitativen Produkten, wie aktuell dem Privataufzug, am Markt, die zum einen den neuesten Stand der Technik darstellen und zum anderen Standards bei der Energie-Effi zienz setzen.

Ich denke, dass wir als mittelständisches Unternehmen ein besonders gutes Gespür für die Bedürfnisse unserer Kunden haben. Der Aufzug ist mehr als nur eine praktische Maschine, die uns von oben nach unten bringt. Es gilt, vieles zu berücksichtigen. Kommt die Familie mit Kinderwagen bequem hinein und hinaus? Kann der Rollstuhlfahrer den Aufzug ohne Schwierigkeiten nutzen? Auf so etwas muss man achten.

 

ExpoGate Insights: Bereits seit vielen Jahren arbeiten Sie mit im Familienbetrieb Vestner. Was reizt Sie persönlich am Unternehmersein?

Simon Vestner: Mich reizt besonders jeden Tag aufs Neue, das Unmögliche möglich zu machen. Eine Herausforderung, der ich mich, wie andere Unternehmer auch, immer wieder gerne stelle. Als Unternehmen muss man sich quasi täglich neu erfinden. Wir müssen mit der Zeit gehen. Unser Umfeld befindet sich immer in Bewegung, und auch wir dürfen nicht stehen bleiben. Mich reizt der Wettbewerb. Für mich ist er etwas positives, ein Ansporn. Klar ist aber auch, dass man nicht
immer gewinnen kann.

Aus Fehlern und Niederlagen zu lernen und auf den Erkenntnissen aufzubauen, auch darin liegt für mich der Reiz des Unternehmerseins.

 

ExpoGate Insights: Sie führen die Vestner Aufzüge GmbH gemeinsam mit Ihrem Vater. Sie sind bereits die dritte Generation. Welche Rolle spielt Ihre Familie in der Weiterentwicklung des Unternehmens?

Simon Vestner: Wir sind sehr dankbar, dass unsere treuen Kunden es uns erlauben, für sie jeden Tag Bestleistungen zu erbringen. Durch die Einfl üsse der Kunden entwickeln sich das Unternehmen wie auch die Mitarbeiter jeden Tag weiter. Die Aufgabe der Familie ist es, dieses Zusammenwirken wie bei einem Orchester zu dirigieren. Als Chef eines Familienunternehmens ist man immer sichtbar. Manche sehen das als Nachteil, für mich ist dies ein klarer Vorteil. Die Kommunikation und die Mitarbeiterbindung fallen so viel leichter. Unsere Mitarbeiter sind unser größter Gewinn. Mir macht die Zusammenarbeit Spaß, und ich fahre jeden Morgen mit Freude ins Büro. Ich bin mir sicher, dass es meinen Mitarbeitern auch so geht.

 

ExpoGate Insights: Auch Sie müssen mal abschalten. Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit?

Simon Vestner: Ich denke darüber nach, wie sich die Welt verändern wird und welche Einfl üsse dies auf den Kunden und das Unternehmen haben könnte. Ansonsten verbringe ich meine Freizeit mit meiner Familie.

 

ExpoGate Insights: Vielen Dank für das Gespräch.